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WP 5.1 WP-Statistics und DSGVO

Dieses Thema im Forum "Plugins und Widgets" wurde erstellt von datev, 10. Mai 2019.

  1. datev

    datev Member

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    Hallo,
    ich benutzte das Plugin WP-Statistics und habe die Option "Anonymisiere IP-Adressen" aktiviert um das ganze DSGVO konform zu machen.
    Unter Statistik->Letzte Besucher werden mir aber dennoch IP-Adressen in der Form x.x.x.0 angezeigt.
    Entspricht das dann der DSGVO? Muss ich das Verwenden des Statistik Plugins in der Datenschutzerklärung angeben? Und darf ich die GeoIP Sammlung aktivieren?
     
  2. b3317133

    b3317133 Well-Known Member

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    Ob das der DSGVO entspricht oder was Du wo wie angeben musst, das kann und wird Dir in "irgendeinem Forum im Internet" sicherlich niemand rechtssicher sagen, frage einen entspr. Anwalt.

    Die Option "Anonymisiere IP-Adressen" bewirkt in diesem Plugin offenbar (bei IPv4) das Anonymisieren der IP-Adresse durch das "Nullsetzen" des letzten Oktetts = in der Form x.x.x.0. Die 0 ist die Anonymisierung.
     
  3. r23

    r23 Well-Known Member

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    Warum sollte die Aufzeichnung von "Anonymisieren IP-Adressen" dem Grundsatz der DATENSPARSAMKEIT der DSGVO entsprechen? Klar kann man dies sich irgendwie zurecht biegen. Aber der Kernsatz der DSGVO ist halt: Eine Datenverarbeitung muss dem Zweck angemessen und sachlich relevant sowie auf das notwendige Maß beschränkt sein.

    wenn du ein Statistik Plugins verwendest - zeichnest du in der Regel das Surfverhalten deiner Besucher auf. Da reicht es nicht, dass du etwas in der Datenschutzerklärung beschreibst sondern du benötigst die Erlaubnis. Da berichtet zurzeit der heise verlag, dass die Datenschutzbehörden mit den zurzeit verwendeten Cookie-Hinweisen laut DSGVO nicht zufrieden sind.

    Für dein Gespräch mit deinem Medien Anwalt würde ich mir eben den Artikel kaufen
    https://www.heise.de/select/ct/2019/11/1558361415144935

    Klar kannst du dir ein System zumüllen. Nur die Verwendung der IP Adressen deiner Besucher ist mit erheblichen Hürden verbunden. Aber auch hier kann dir dein Anwalt dir erklären, wann und unter welchen Bedingungen du diese verwenden darfst oder auch nicht.

    Meiner Meinung nach ist kein Statistic-Tool auch nur im Ansatz DSGVO konform
     
  4. datev

    datev Member

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    Na weil anonymisierte IPs eben keine Rückschlüsse auf das Surfverhalten einzelner Personen zulassen.

    Ich sehe dazu keinen Widerspruch.

    Warum gleich so polemisch? Ich muss hier sicher nicht auf die Gründe und Vorzüge einer Websiten-Statistik eingehen. Wenn du das nicht brauchst umso besser. Ich denke sehr viele Websiten-Betreiber möchten nicht darauf verzichten.

    Das Tool bietet übrigens auch die Option "Hash IP Addresses" an. Wenn die aktiviert ist werden nicht einmal anonymisierte IP-Adressen gespeichert.

    Mir ist schon klar, dass es hier keine rechtsverbindliche Beratung gibt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass jeder Betreiber einer noch so winzigen Website einen Anwalt konsultiert nur um seine Website DSGVO konform zu machen. Das können sich viele überhaupt nicht leisten, mich eingeschlossen.

    Vielleicht gibt es ja hier jemanden, der Jurist ist oder jemanden der wegen dieser Frage schon einen Anwalt konsultiert hat und ein paar unverbindliche Tipps geben möchte :)
     
  5. b3317133

    b3317133 Well-Known Member

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    Mit dieser Option werden die IP-Adresse nicht anonymisiert, sondern in einen eindeutigen Hash umgewandelt.

    Bei anonymisierten IP-Adressen kann eine bestimmte Besucher-IP nicht zugeordnet werden, weil durch die o.g. Art der Anonymisierung die gleiche anonymisierte IP-Adresse zu vielen verschiedenen realen Besucher-IPs passt.

    Bei gehashten IP-Adressen kann eine bestimmte Besucher-IP eindeutig zugeordnet werden.
    Solche Betreiber müssen dann eben mit all den Risiken leben, die sich aus dem Betrieb einer nicht DSGVO konformen Webseite ergeben.
     
  6. datev

    datev Member

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    Heißt das, dass eine Anonymisierung der IP-Adresse in der Form: x.x.x.0 aus Sicht des Datenschutzes besser ist als ein IP-Hash?

    Oder es finden sich nette Menschen in der Community die versuchen zu helfen :)
     
  7. SirEctor

    SirEctor WPDE-Team
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    Was hast du von einem Versuch, der dann gut gemeint war, aber trotzdem abgemahnt wird? Ich halte mich bei juristischen Tipps z. B. zur DSGVO zurück.
     
  8. datev

    datev Member

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    Seid ihr alle Anwälte und fürchtet um eure Einnahmen?

    Im Idealfall wird man nicht abgemahnt wenn jemand der sich auskennt hilfreiche Ratschläge gegeben hat - und das muss kein Anwalt sein. Und wenn doch, dann ist das immer noch besser als überhaupt keine Beratung zu haben.

    Dieses Gesetz ist ja wirklich eine tolle Sache. Die für die es gedacht war - Unternehmen wie facebook, amazon, google, apple, etc. stellt es keine Einschränkung dar. Die spähen die Nutzer genauso aus wie zuvor.
    Und Betreibern kleiner privater Websiten oder von Vereinswebsiten zwängt es hohe Anwaltskosten auf wenn sie es richtig machen wollen... Ganz große Klasse.
     
  9. b3317133

    b3317133 Well-Known Member

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    Wende Dich damit am besten an die Partei bzw. Abgeordneten, die Du bei der letzten Wahl gewählt hast bzw. die Du bei der Europawahl am nächsten Sonntag 26.05. wählen wirst, die sind in Bezug auf was ist/wird Gesetz der eigentliche Ansprechpartner.
     
  10. datev

    datev Member

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    Vielen Dank an alle für die vielen hilfreichen und praxistauglichen Tipps.
     
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